Zur Anatomie eines ATEX-Tores: Zertifizierungsverfahren & Aufbau

20.05.2021

Bei der Wahl einer sicheren, ATEX-zertifizierten Eingangslösung sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Anstatt also ein Tor zu wählen, an dem nur einzelne Elemente ATEX-zertifiziert sind, ist die klügste und sicherste Wahl, in eine vollständig ATEX-zertifizierte Toranlage zu investieren, die von einer unabhängigen dritten Stelle überprüft wurde.

Ist eine Torlösung vollständig ATEX-zertifiziert bedeutet dies, dass jedes Element des Tores einzeln verifiziert und zudem das Tor als Ganzes nach den internationalen Anforderungen für den sicheren Einsatz in Ex- bzw. ATEX-Bereichen eingestuft ist. Durch die genaue Überprüfung der Einzelteile sowie der Gesamtkonstruktion wird die Sicherheit der Eingangslösung maximiert. Zudem gewährleistet diese Vorgehensweise die vollständige Konformität des Tores und ist ein sowohl kosten- als auch energieeffizientes Zertifizierungsverfahren.

Vorgehensweise bei der Zertifizierung von ATEX-Toranlagen

Damit die vollständige Zertifizierung einer Toranlage nach den ATEX-Richtlinien der EU bzw. nach den international geltenden Sicherheitsstandards für Eingangslösungen in Ex-Bereichen durchgeführt werden kann, muss jedes einzelne Tor vormontiert und genaustens überprüft werden. ATEX-zertifizierte Toranlagen werden, nachdem sie vom Hersteller vormontiert und geprüft wurden, von einer in der EU akkreditierten Stelle nochmals inspiziert und dann mit einer Baumusterprüfbescheinigung mit der Seriennummer des jeweiligen Tores ausgestattet. In diesem Verfahren wird so für jedes Tor eine eindeutige Konformitätserklärung erstellt, durch die das Tor anschließend von einer unabhängigen Prüfstelle mit dem entsprechenden Zertifikat versehen werden kann. Eine solche Prüfstelle ist beispielsweise das belgische Unternehmen Apragaz, das neben der Zertifizierung nach den europäischen ATEX-Richtlinien, auch in Nicht-EU-Ländern wie China, Indien und den USA nach den dort geltenden Sicherheitsstandards prüft.

Anatomie des ATEX-Tores: Material an Innen- und Außenseite

Industrietore mit vollständiger ATEX-Zertifizierung sind durchdacht konstruiert, um Sicherheit und Produktivität in der herausfordernden Arbeitsumgebung zu maximieren. Sie bestehen bis ins kleinste Detail aus Materialien, die ausdrücklich für explosionsgefährdete Umgebungen geeignet sind.

So sind sämtliche Metallteile des vollständig ATEX-zertifizierten Tores aus Edelstahl gefertigt, um den höchsten Sicherheitsstandards der Branche zu entsprechen. Normalstahl kann in ATEX-Umgebungen nicht gefahrlos verwendet werden, da das darin enthaltene Magnesium eine potentielle Gefahrenquelle in explosionsgefährdeten Bereichen darstellt. Zur weiteren Sicherheit bestehen alle nichtmetallischen Elemente die 20 Quadratzentimeter oder mehr messen aus antistatischen oder elektrisch nicht leitfähigen Materialien, wodurch ebenfalls das Gefahrenpotential am Toreingang reduziert wird. Zudem sind die Bestandteile des Tores unlackiert und die Konstruktion ist mit speziell für Ex-Bereiche entwickelter Antriebstechnologie und einem frequenzgeregelten Motor ausgestattet, durch den das Tor stets in der korrekten, sicheren Position stoppt. Mit einer Antriebgeschwindigkeit von max. 1 m/s wird bei ATEX-zertifizierten Toren sichergestellt, dass die Gefahr einer Funkenbildung durch Reibung so gering wie möglich ist, da ein vom Tor abspringender Funke eine gefährliche Explosion auslösen könnte.

Einzelne Bestandteile des ATEX-Tores im Überblick

bestandteile-eines-atex-toresEs ist zur Erfüllung der Richtlinien nicht zwingend erforderlich, in ein vollständig ATEX-zertifiziertes Tor zu investieren. Allerdings lohnt es sich meist langfristig, nicht bei den Anfangskosten zu sparen, da so die Sicherheit der Mitarbeiter beeinträchtigt wird. Mit vollständig zertifizierten ATEX-Industrietoren können Sie die Sicherheit in Ihrem Unternehmen maximieren, Kosten und Energie sparen und ein zuverlässig sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter schaffen. Und das ist schließlich unbezahlbar.

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