Federbruch am Sektionaltor: So vermeiden Sie die Gefahren

01.02.2022

Ein Federbruch ist mit eine der größten Gefahren bei Sektionaltoren, die sich nach oben öffnen und federbalanciert sind. Durch einen Verschleißbruch kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass das Tor ungebremst herabfällt und großen Schaden, sowohl am Gebäude, an Fahrzeugen als auch an Personen, anrichten kann. Um dies zu vermeiden, sind bei Sektionaltoren sogenannte Federbruchsicherungen vorgeschrieben und verbaut.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was es mit der Federbruchsicherung und dem sogenannten Federbruch auf sich hat.

Sichere Voraussetzungen bei Sektionaltoren

Sobald sich ein Sektionaltor nach oben öffnet, muss eine Absturzsicherung verbaut sein. Bei federbalancierten Toren sorgt diese dafür, dass das Torblatt bei einem Federbruch nicht ungebremst herabfällt. Diese Vorrichtung muss modellabhängig bestimmte Anforderungen sowie Normen erfüllen und darf nur durch fachkundige Personen, verbaut und gewartet werden.

Wie kommt es zu einem Federbruch?

Federn sind bei Sektionaltoren durch ständiges Öffnen und Schließen sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Die immer wiederkehrenden und enormen Kräfte, die hierbei auftreten, bewirken natürliche Verschleißvorgänge, die Federn schließlich brechen lassen – ohne Vorankündigung. Dies hängt auch noch von äußeren Einflüssen wie z.B. starken Temperaturschwankungen ab. Auch trägt eine fehlerhafte Einstellung der Federn zu einer verkürzten Lebensdauer bei. Die Federn spannen sich bei jedem Öffnungs- und Schließvorgang. Beispielsweise durch Materialermüdung kann es demzufolge zu Federbrüchen kommen. Wir empfehlen Ihnen eine regelmäßige Wartung aller Sektionaltore, um möglichen Verschleißstellen oder Unregelmäßigkeiten vorzubeugen und die Sicherheit am Arbeitsplatz dadurch zu erhöhen.

Was sind Federbruchsicherungen?

Die sogenannten Federbruchsicherungen oder auch Federbruch-Fangvorrichtungen verhindern den Absturz eines Tores und sind somit eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen am Sektionaltor. Bei der Federbruchsicherung spielt es keine Rolle, ob das Tor hand- oder kraftbetätigt wird. Sollte das Tor drohen abzustürzen, fängt die Federbruchsicherung es in seinem vollen Gewicht ab. Jedes Sektionaltor hat bestimmte Vorgaben an die jeweilige Federbruchsicherung, die erfüllt werden müssen.

Warum ist eine Federbruch-Fangvorrichtung an Toren notwendig?

Bei einem eventuellen Federbruch muss das gesamte Torgewicht von bis zu 1.000 kg durch die Federbruch-Fangvorrichtung gehalten werden. Um in diesem Fall Personen- und Sachschäden zu vermeiden, müssen Federbruch-Fangvorrichtungen verwendet werden, die im Rahmen eines Konformitätsbewertungsverfahrens durch den Torhersteller für das Tormodell und den Federtyp geprüft wurden.

Der fachgemäße Einbau dieser Federbruch-Fangvorrichtung muss in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Torherstellers durch speziell geschulte „Befähigte Personen“* erfolgen, um die Sicherheit bei einem Federbruch zu garantieren (Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1203). Doch neben dem Einbau müssen kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore laut Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelmäßig geprüft, gewartet und betrieben werden. Diese wiederkehrenden Prüfungen zur Sicherheit der Sektionaltore dürfen nur von „Befähigten Personen“ durchgeführt werden, die über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen.

Rechtsgrundlagen

Die allgemein anerkannten Regeln der Technik wie EN13241-1 und DIN, VDE-Richtlinien, DGUV-V basieren auf Bestimmungen der EU über das Inverkehrbringen von technischen Einrichtungen und Geräten, mit dem Ziel die Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu verbessern. Hierzu zählt auch die Verwendung von Federbruch-Fangvorrichtungen zur verbesserten Sicherheit bei Federbrüchen an Sektionaltoren im Rahmen der allgemeinen Torsicherheit.

Alle Servicetechniker von ASSA ABLOY Entrance Systems sind durch ihre Ausbildung und Erfahrung „Befähigten Personen“ des Herstellers im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten Türen und Tore (ASR A1.7).

Kontaktieren Sie Ihren lokalen Ansprechparter im Serviceteam.

Zur Ansprechpartnersuche