5 Möglichkeiten, automatische Schiebetüren sicher zu verriegeln

26.01.2022

Automatische Schiebetüren öffnen sich berührungsfrei und bieten darüber hinaus viele unterschiedliche Möglichkeiten, Sicherheit und Komfort in jedem Gebäude zu verbessern. Sie heißen Besucher willkommen, sorgen für einen effizienten Fluss des Publikumsverkehrs und ein angenehmes Innenraumklima. Doch wie können die automatischen Türen auch außerhalb der Öffnungszeiten gegen nächtliche, ungebetene Gäste schützen? Welche Maßnahmen und Ausstattungsoptionen stehen zur Verfügung, um insbesondere einen effektiven Einbruchschutz sicherzustellen?

Elektromechanische, bistabile Verriegelung

Damit hochwertige Automatiktüren ihr volles Potential entfalten und langfristig funktional eingesetzt werden können, ist es empfehlenswert jede automatische Türlösung mit einer elektromechanischen Verriegelung auszustatten. Automatische Türen gibt es in verschiedenen Ausführungsvarianten, vor allem automatische Schiebetüren in unterschiedlichen Formaten sind in Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr allgegenwärtig. Durch die individuelle Konfiguration der Features jeder einzelnen Türlösung gelingt es, diese exakt an die Anforderungen des jeweiligen Zugangs anzupassen. Durch eine elektromechanische, bistabile Verriegelung wird das Aufschieben der Fahrflügel (Türflügel) von außen effektiv verhindert und die Einbruchsgefahr nach Ladenschluss gebannt. Das Verriegelungssystem kann sowohl an einflügligen als auch an zweiflügligen Schiebetüren eingesetzt werden. Diese robuste Art der Verriegelung funktioniert auch im Falle eines Stromausfalls und bietet somit auch nachts den benötigten, umfassenden Schutz vor Eindringlingen.

Elektromechanische Mehrpunktverriegelung an Schiebetüren

Die elektromechanische Mehrpunktverriegelung wird zur durchgängigen der Schiebetür eingesetzt. Dies wird mittels einer Stangenverriegelung an der Tür umgesetzt. Vom Antrieb aus werden robuste Sicherheitsbolzen in die Fahrflügel eingeführt, die dort Stange nach unten drücken. Diese Stange verriegelt unten in einer Edelstahlbodenhülse. Die Entriegelung der elektromechanischen Mehrpunktverriegelung erfolgt über ein integriertes Federsystem. Auch hier ausschlaggebend für die Sicherheit: auch bei Stromausfall bleibt die Tür zuverlässig verriegelt und geschlossen.

Haken-Schwenkriegelschloss für zusätzliche Sicherheit

Für das Extra an Sicherheit bei komplexen Schiebetürsysteme sorgt ein innovatives Haken-Schwenkriegelschloss. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche mechanische Verriegelung, die direkt im Fahrflügel der Schiebetür integriert wird. Über das Hakenschloss werden die beiden Fahrflügel miteinander verriegelt. Der Profilzylinder des Schlosses kann hierbei je nach Bedarf einseitig oder durchschließend sein. Für maximal erhöhte Sicherheit können auch zwei Verriegelungspunkte installiert werden.

Verriegelung mit Bodenschloss für effektiven Einbruchschutz

Das bewährte Bodenschloss sorgt bei sämtlichen Automatiktüren, also auch bei Drehflügeltüren und bei Karussell-Drehtüren, für einen effektiven Einbruchschutz. Bei der Verriegelung mit Bodenschloss wird das zusätzliche Schloss am Sockelprofil der automatischen Tür aufgesetzt und dient damit als weitere, mechanische Verriegelung im Fußbodenbereich. Der Profilzylinder kann auch bei diesem Schloss entweder einseitig oder durchschließend gewählt werden.

Für höchste Sicherheitsansprüche: Einbruchschutz gemäß Klasse RC 2

Einbruchgeschütze Schiebetürsysteme, die nach Resistance Class 2 (früher Widerstandsklasse WK 2) zertifiziert sind, bieten einen umfassenden Kombinationsschutz aus mehreren bewährten Sicherheitskomponenten. Zur Klassifizierung eines Einbruchschutzes nach RC 2 muss die Türlösung mit diesen Sicherheitselementen ausgestattet sein:

  • Zweifache mechanische Verriegelung, die direkt im Fahrflügel integriert ist. Über robuste Hakenschlösser werden die beiden Fahrflügel miteinander verriegelt. Der Profilzylinder der Türen kann einseitig oder durchschließend sein.
  • Zusätzliche Winkel an der Nebenschließkante, die das Aufhebeln der Fahrflügel an der Nebenschließkante erschweren.
  • Einbau eines sog. Einfahrpucks an der Hauptschließkante im Fußbodenbereich, durch den die stabile Verriegelung der geschlossenen Tür verstärkt wird. Der Einfahrpuck verhindert das Aufdrücken der Fahrflügel effizient, das Aushebeln der Fahrflügel wird außerdem durch einen Aushebelschutz an der Oberkante der Fahrflügel verhindert.
  • Verstärkte vertikale Flügelprofile und der Einsatz von solidem P4A-Glas runden das funktionale Sicherheitssystem ab.

Gerne beraten wir Sie zu den möglichen Verriegelungsoptionen, die für Ihr Gebäude bestehen und planen mit Ihnen gemeinsam eine passende Sicherheitslösung für Ihr individuelles Anforderungsprofil.

 

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